stringbound
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geändert von: stringbound - 09.12.08, 06:22:44
@Hans, ich habe 55555 keine Ratschläge gegeben, sondern nur mitgeteilt, was ich in dem Thread beobachtet habe.
Das Einzige, was einem Ratschlag nahekommt, sind die beiden Sätze am Schluß.
Ich sage nicht, dass seine Ansichten falsch sind, ganz im Gegenteil, 55555 hat in vielem Recht.
Ich gehe lediglich von dem aus, was ich über Menschen gelernt habe. Es geht darum, diese Ansichten den Nichtautisten so zu vermitteln, dass sie sich nicht angegriffen fühlen.
Es geht doch darum, dass die ESH öffentliche Anerkennung findet.
Hier laufen Projekte, wie die Autistenkommune, es gibt Netzwerke für Autisten, usw.
Das Einzige, was ich feststelle, ist das 55555 nun Mal nicht der geborene Diplomat ist.
Mir geht es auch nicht darum, warum Diskussionen mit "normalen" Menschen immer an bestimmten Punkten scheitern. Mir geht es nur darum zu schauen, wann und wo sie scheitern.
Rechtfertigungen und Schuldzuweisungen helfen da auch nicht weiter.
Die Frage sollte leuten, was 55555 an diesen Punkten tun kann, um die Öffentlichkeit für sein Anliegen zu gewinnen. Die ESH finde ich gut, daran gibt es für mich nichts auszusetzen.
Und noch etwas Hans.
Alles, was du auflistest kenne ich auch.
Mein Leben wurde auch "versaut". Mich hat auch nie einer gefragt, wie es mir geht, deswegen frage ich vielleicht zu oft, wie es Anderen geht.
Ich möchte die Fehler, die an mir verbrochen wurden nicht selber bei anderen machen.
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@55555, eindimensionales Denken bedeutet für mich, dass es schwierig ist, einen gedanklichen Pfad, den man betreten hat zu verlassen.
Ein Lehrer, der studiert hat wird nicht sein ganzes Leben in Frage stellen, nur weil EIN Schüler ihn vor seiner Klasse bloßstellt. Wenn der Lehrer sich darauf einlässt, verliert er außerdem vor den "normalen" Schülern seinen Rang.
Eindimensionales Denken beginnt unter anderem dann, wenn man aufhört zu lernen und sich mit seinem erworbenen Wissen zufrieden gibt. Das betrifft meistens Lehrer und Ärzte.
Eindimensionales Denken findet sich aber auch da, wo sich Menschen so sehr mit einem Thema beschäftigen, dass es alles Andere überlagert. Bei dir scheint das Autismus zu sein. Bei mir gibt es ebenfalls Themen, bei denen ich sehr eindimensional werde.
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Zur Deutungshoheit: die Leute mit denen du in dem Thread debatiert hast waren "normale" Menschen.
Sie waren von dir und "Blacksheep" einfach überfordert. Sie haben gelernt, dass Ärzte, Lehrer, Wissenschaftler usw. Kpazitäten und Autöritäten sind.
Was du gemacht hast war für sie unverzeihlich: du hast angefangen ihr Weltbild zu zerstören.
Nicht mehr und nicht weniger.
Dir scheint deine "Sache" wichtiger zu sein, als die "Menschen".
Wenn du deine "Sache" vorwärtsbringen willst, brauchst du aber die Aufmerksamkeit und Unterstützung dieser Menschen.
Autisten sind Menschen.
Wenn du etwas für autistische Menschen tun willst, dann versuche andere Menschen für deine/unsere Sache zu gewinnen.
Fang bei den Autisten an.
Am Besten fängst du bei mir an.
Du hast mich nicht gefragt, ob ich von dir vertreten werden möchte.
Aber das kenne ich zu gut.
Menschen, die mich nicht fragen, sondern über meinen Kopf hinweg für mich entscheiden, weil sie angeblich mein Bestes wollen und wissen, was das Beste für mich ist.
Du bist auf deine Art nicht besser, als die Ärzte in der Charité.
Was bitte unterscheidet dich von meinen Eltern, Lehrern, Ärzten, Behörden?
Nur, dass du auch ein Autist bist.
Gibt dir das das Recht mich für unmündig zu erklären und dich meiner "Sache" anzunehmen, für mich an meiner statt zu sprechen?
Was mich als Autist stört, ist die Art und Weise, in der du "mein" Anliegen vertrittst.
Ich WILL, dass du schaust, wo das Gespräch mit den NA gescheitert ist und nicht warum.
Ich WILL, dass du aufhörst, im "falschen" Verhalten der NA nach Entschuldigungen zu suchen.
Ich WILL, dass du meine Sache ordentlich vertrittst, wenn du schon ungebeten und ungefragt für mich sprichst.
Im Moment schadest du deiner/meiner/unserer Sache mehr, als du ihr nutzt.
Mach etwas, damit sich das ändert.
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